Freitag, 17. Mai 2013

Matratzen-, Polster- oder Leiterstich



Der Matratzenstich wird verwendet, um Stopföffnungen unsichtbar zu schließen.

Auch Ohren bei Teddybären und anderen Getier lassen sich so gut annähen.

Es hört sich komplizierter an als es ist und falls jemand rätselt wie ging das nochmal, habe ich hier ein paar Bilder damit ihr es nochmal anschauen könnt.

Wie die Grafik rechts zeigt, wird der Stich immer wieder wiederholt bis die ganze Öffnung geschlossen ist. Die Stichfolge von A bis D wiederholt sich immer wieder.

Ich zeige euch das hier mit Stramin, weil man es besser sehen kann.
Normalerweise wird dieser Stich ja auf zwei Stoffkanten gearbeitet (Bilder weiter unten), um die Naht unsichtbar zu schließen.
Der Matratzenstich wird grundsätzlich von der Außenseite her ausgeführt.

Ich habe das so fotografiert, weil man dann mal genau sehen kann wie der Stich hin- und hergeführt wird und man dann auch sehen kann wo der Name Leiterstich herkommt, die Stiche gehen zwischen den zwei Stoffkanten hin und her wie die Sprossen einer Leiter.

Äußere Nacht, bzw. Vorderseite
Die Nadel mit dem Faden läuft quer von rechts nach links oder umgekehrt.

Innere Naht, bzw. Rückseite (nicht sichtbar)
Hier kann man sehen wie der Faden auf der inneren Seite parallel der Länge nach weitergeführt wird und  dann wieder auf die äußere Seite weitergeht.
Man beginnt auf einer Seite (Faden vorher innen vernähen oder zumindest einen guten Knopf machen) und kommt mit dem Faden von hinten  aus der Stoffkante auf die Vorderseite, dann geht der Stich quer auf die andere Seite in die Stoffkante. Dann wird die Nadel parallel zur offenen Naht weiter gestochen und kommt wieder aus der Stoffkante raus. Jetzt wird der Faden wieder gerade auf die andere Seite gezogen und geht durch die Stoffkante wieder nach hinten, das wird die ganze Zeit wiederholt.
Durch gleichmäßiges ziehen wird dann die Öffnung zusammen gezogen und geschlossen.
Bilder 1 bis 3 oben. Auf Bild 3 sieht man dann wie sich die Naht zusammen zieht und die
Öffnung schließt und sich eine gerade Naht ergibt. 
So sieht das Ganze dann von innen aus, wenn die Naht geschlossen ist, türkis ist die Nahtzugabe, die man dann nicht mehr sehen kann.

Hier das Ganze nochmal in Natura ;o))
Bei dünnen Stoffen ergeben sich dann wie man auf dem Bild unten sehen kann oft leichte Falten, das ist aber normal, weil man am gestopften Teil arbeitet und die Fülle einen Druck ausübt.
Ich seh jetzt schon die ganzen Bärenmacher unter euch schmunzeln, ich glaube ihr könnt das im Schlaf, aber es gibt sicher auch einige unter uns, die keine Bären nähen und denen kann ich damit vielleicht ein wenig helfen ;o))

LG

4 Kommentare

  1. Na da bin ich ja klar im Vorteil: Habe Sattler gelernt, so richtig mit Handnähten und allem darum.
    Liebe Grüße, Conni

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  2. Hey Mela, da bist Du ja wieder richtig fleißig gewesen - ein tolles neues Tutorial! Ich bin sicher, dass hier so einige vorbeischauen werden...! :o)

    Liebe Grüße
    Tine

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  3. Also, kann mir wirklich keine bessere Erklärung vorstellen! Super veranschaulicht! 10 von 10 Punkten!

    Viele liebe Grüße,
    Marie-Christine

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Danke für dein Kommentar, ich freue mich über jede Zeile sie macht mein Leben bunter ;o))) Liebe Grüßle Mela